|
Augenlaser : Endlich wieder scharf sehen mit Lasik und Lasek
Ob Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit - die refraktive Chirurgie ist eine wirkungsvolle und sichere Methode, um Sehschwächen zu beheben. Deutschlandweit ist sie auf dem Vormarsch, schon über 100.000 Patienten lassen jedes Jahr ihre Augen mit der Lasertechnologie behandeln, Tendenz steigend. Die Alternative zur Sehhilfe hat viele Vorteile: Der Eingriff mit dem Laser dauert nur zehn Minuten, befreit die Patienten jedoch dauerhaft von ihrer, oft als stark einschränkend empfundenen, Sehschwäche. Wissenswertes zum Eingriff können Sie hier nachlesen.
Ein sicherer Eingriff
Mit einem Eingriff an den Augen sind immer auch Befürchtungen und ein mulmiges Gefühl verbunden. Das Risiko von Komplikationen und unerwünschten Folgen ist bei einer Behandlung mit dem Augenlaser jedoch gering. In guten Augenkliniken und Augenlaserzentren beträgt die Sicherheit des Eingriffs sogar nahezu 100 Prozent. Das bedeutet, dass fast alle Patienten nach der Laserbehandlung genauso gut oder besser sehen, als vor dem Eingriff mit der Sehhilfe. Seit zwanzig Jahren werden Laserbehandlungen der Augen durchgeführt. Erfahrungswerte aus langjähriger OP-Praxis sowie Forschungsergebnisse sorgen für eine hohe Sicherheit des Eingriffs.
Darüber hinaus verzeichnet die Laserbehandlung der Augen hohe Erfolgsquoten. Das heißt, dass die Sehstärke nach der Laser-OP um weniger als 0,5 Dioptrien von dem anvisierten Ergebnis (in den meisten Fällen der Normalsichtigkeit) abweicht. Komplikationen wie der Ausfall der Tränendrüse oder unerwünschte Hornhautverformungen kommen selten vor. In wenigen Fällen ist ein zweiter, korrigierender Eingriff notwendig, um die bestmögliche Sehstärke zu erreichen.
Spannweite von -6 bis +12 Dioptrien
Die Laserbehandlung eignet sich für kurzsichtige, weitsichtige sowie stabsichtige Patienten. Die minimale bzw. maximale Dioptrienzahl, bis zu der eine Laser-OP durchgeführt werden kann, kann je nach verwendetem Laser unterschiedlich ausfallen. Der ärztliche Leiter der AVILA-Augenpraxisklinik in Siegen, Prof. Dr. med. Andreas Frohn, operiert mit der LASIK-Methode Patienten, die Fehlsichtigkeiten von -12 bis +6 Dioptrien aufweisen. Ausschlusskriterien für den Eingriff sind zum Beispiel eine schwere Augenerkrankung wie der Grüne Star oder eine zu dünne Hornhaut.
Bei einer Laser-OP der Augen wird die Hornhaut des Auges so modelliert, dass eine optimale Brechkraft des Auges wieder hergestellt wird. Die einfallenden Lichtstrahlen werden nach dem Eingriff auf den Punkt der Netzhaut geleitet, der scharfes Sehen ermöglicht. Bei kurzsichtigen Patienten wird die Hornhaut abgeflacht, indem in ihrer Mitte mehr abgetragen wird als an den Rändern. Ist der Patient weitsichtig, wird umgekehrt an den Rändern mehr Hornhaut abgetragen als in der Mitte, wodurch eine stärkere Wölbung entsteht.
Methoden: LASIK und LASEK
LASIK
Die bekannteste Augenlaser-Behandlung ist das LASIK-Verfahren (Abkürzung für “Laser in situ Keratomileusis”, die Umformung der Hornhaut vor Ort). Mit Hilfe eines Keratomes oder Femtosekundenlasers wird dabei ein kleiner Schnitt in der Hornhaut vorgenommen. Der dünne so genannte “Flap” wird für die Dauer der Behandlung aufgeklappt, sodass der Laser die Hornhaut dahinter korrigieren kann. Anschließend wird der Flap an seine Ausgangsposition zurückgebracht und wächst innerhalb kurzer Zeit wieder an. Diese Behandlung dauert in der Regel nicht mehr als zehn Minuten und ist schmerzfrei.
LASEK
Ist die Hornhaut zu dünn und deshalb für eine LASIK-Behandlung ungeeignet, kann auch das weniger bekannte LASEK-Verfahren (“Laser Epitheliale Keratomileusis”) angewendet werden. Der Laser modelliert dabei direkt die oberste empfindliche Schicht der Hornhaut. Bei diesem Verfahren entsteht eine kleine Wunde auf der Hornhaut, weshalb es in den ersten Tagen nach dem Eingriff zu leichten Schmerzen kommen kann.
Ablauf einer Laserbehandlung
Eine gründliche Untersuchung der Augen geht jeder Laserbehandlung voraus. Am Tag des Eingriffs erhält der Patient schmerzlindernde Augentropfen und auf Wunsch auch ein leichtes Beruhigungsmittel. Eine Narkose wird nicht vorgenommen, da der Arzt auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen ist. Der Eingriff selbst dauert nur zehn Minuten. Bereits eine Stunde danach können die Patienten die Klinik verlassen.
Unmittelbar nach dem Eingriff ist die Sicht noch leicht eingeschränkt, weshalb Autofahren noch nicht wieder möglich ist. Doch schon einige Stunden nach der Laser-OP können die Patienten ihre neue, scharfe Sicht genießen. In der ersten Nacht nach dem Eingriff ist das Tragen eines Verbandes notwendig, um zu vermeiden, dass die Patienten sich die Augen reiben. Zur Nachbehandlung verschreibt der Arzt Augentropfen zur Befeuchtung der Augen, die über einen Zeitraum von einigen Wochen angewendet werden müssen.
Augenkliniken und Augenlaserzentren
In der Augenheilkunde sind LASIK-OPs die weltweit am häufigsten durchgeführten Eingriffe. In allen Teilen Deutschlands gibt es mittlerweile Augenkliniken und Augenlaserzentren, die sich auf Lasereinbehandlungen spezialisiert haben.
Kosten der Behandlung
Eine Laserbehandlung der Augen kostet zwischen 800 und 4.000 Euro pro Auge. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten im Normalfall nicht.
|