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Microdermabrasion war etwas, worunter ich mir früher gar nicht so viel vorstellen konnte. Dann sah ich aber in einem Kosmetik-Institut ein Werbeplakat für eine Kombinationsbehandlung von Microdermabrasion und Fruchsäurepeeling und ließ mich dazu beraten. Die Kosmetikerin schaute sich meine Haut dann genau an und meinte zu mir, daß sie mir keine Kombinationsbehandlung aus Microdermabrasion und Fruchtsäurepeeling empfehlen würde, weil das für meine Haut zu aggressiv sei.
Sie erklärte mir, daß die Mikrodermabrasion alleine schon zu einer schönen Verbesserung des Hautbildes führen könne: Zur Verfeinerung der Poren, zur Milderung von Pigmentflecken und (konsequent angewendet) auch zur Milderung von Fältchen. Ich entschied mich dann dafür, die Microdermabrasion einmal auszuprobieren.
Die Behandlung lief dann so ab: Zur Vorbereitung der eigentlichen Microdermabrasion trug die Kosmetikerin nach der Reinigung der Haut ein Enzym-Peeling auf. Das sollte dazu dienen, daß sich die oberen Hautschüppchen schon leicht lösen würden. Und nachdem sie das Peeling abgenommen hatte, ging es dann los. Die Mikrodermabrasion erfolgt mit einer Art "überdimensional großer Pipette", die an ein Gerät angeschlossen ist. Innerhalb der Pipette rotieren kleine Kristalle, die Pipette selber hat vorne eine kleine Öffnung durch die ein Unterdruck ausgeübt wird. Diese Öffnung wird dann längs und quer über die einzelnen Gesichtspartien geführt. Durch den Unterdruck wird gleichzeitig die Haut angesogen und die rotierenden Kristalle über die Oberfläche der Haut geschliffen, die so Stück für Stück abgetragen wird.
Es tut nicht weh, ist aber schon ein leicht ziehendes, kribbelndes Gefühl. Die Intensität ist variabel regulierbar. Und wenn es mir unangenehm gewesen wäre, hätte die Kosmetikerin sie auch niedriger einstellen können.
Nachdem sie die eine Hälfte des Gesichtes behandelt hatte, zeigte sie mir im Spiegel den Unterschied. Die Seite sah tatsächlich schon etwas "frischer" aus als die andere.
Als sie mit dem gesamten Gesicht fertig war, trug sie noch eine Ampulle zur Unterstützung der Zellerneuerung auf und dann noch eine Maske.
Mit Augenbrauen-Zupfen hat die Behandlung ca 1 Stunde gedauert. Die Kosten dafür betrugen für eine einzelne Behandlung 59 Euro, für ein 3er-Abo 149 Euro.
Für eine bessere Wirksamkeit der Behandlung empfahl die Kosemtikerin mir auf jeden Fall eine dreimalige Anwendung in einem relativ kurzen Abstand (so ca alle 1-3 Wochen), weil sich die Haut innerhalb von ca 4 Wochen einmal komplett erneuern würde.
Nach der Microdermabrasion durfte ich eine ganze Woche lang nicht in die Sonne oder mußte einen sehr hohen Lichtschutzfaktor tragen (die Kosmetikerin hat mir dafür eine Creme mit Lichtschutzfaktor 50 mitgegeben), da sonst die Gefahr der Bildung von Pigmentstörungen gegeben sei.
Außerdem soll man direkt nach der Behandlung für 3-4 Stunden kein Make-Up auftragen.
Ich fand die Microdermabrasion sehr angenehm und habe sie - auch wenn ich es mit den ganz kurzen Abständen aus zeitlichen Gründen nicht ganz geschafft habe, seitdem, wenn es mir möglich war, eigentlich regelmäßig alle 3-6 Wochen wiederholt. Aber der ganz kurze Abstand ist wohl auch eher dann sinnvoll, wenn man es nur als einmalige Kur durchführen läßt.
Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden. So eine Microdermabrasion bei einer Kosmetikerin bringt sicher keinen so ganz großen “Aha-Effekt” wie eine ja viel stärkere Dermabrasion bei einem Facharzt für Ästhetische Plastische Chirurgie. Aber mein Hautbild hat sich durch die regelmäßigen Behandlungen etwas verfeinert, wirkt frischer, und ein von mir gar nicht erwarteter positiver Nebeneffekt war auch eine Verringerung der Hautunreinheiten und Pickelchen.
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